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Geschichte des Vereins

Gründung 1927

Am 9. Juni 1927 trafen sich 12 kanusportbegeisterte Einzelpaddler nach Feierabend in einer kleinen Gaststätte in der Nähe der Weser, um ihrem Sport eine organisatorische Grundlage zu geben. Ohne lange Diskussion entschloss man sich, einen Verein zu gründen und den nannte man einfach Kanu-Klub Minden. Und das war die Geburtsstunde unseres KKM.

geschichte bootshaus1932 400pxNoch im selben Jahr wurde das erste Bootshaus am Brückenkopf errichtet, welches aber jedes Jahr im Herbst aufgrund deichpolizeilicher Vorgaben abgebaut werden musste.

Vereinsleben in den 30er Jahren

Mit dem Bau eines stabileren, neuen Bootshauses (immer noch nur aus Holz!) im Sommer 1932 hatte dieses Ärgernis dann ein Ende. Der Verein entwickelte sich kontinuierlich fort. Fahrten wurden vorwiegend mit Faltbooten durchgeführt, aber auch der 10er-Mannschafts-Canadier „Kameradschaft“ aus kostbarem Mahagoniholz war oft dabei und machte seinem Namen alle Ehre.

geschichte jugend zehnermannschaft1936 400pxUnd man organisierte auch außergewöhnliche Fahrten! So die Saartreuefahrt des Deutschen Kanu-Verbandes im Jahr 1934, die Fahrt zu den Olympischen Spielen 1936 nach Berlin und die Nibelungenfahrt auf der Donau 1939, damals alles besondere Höhepunkte des Vereinslebens.

Nachkriegsjahre

Nach Kriegsende ruhte das Vereinsleben zunächst ganz. Im Jahr 1946 wurde der KKM durch die britische Militärregierung sogar völlig aufgelöst und zusammen mit dem benachbarten TV Jahn Teil des TUS Wittekind. Erst im Jahr 1951 durften die Vereine wieder eigenständig und unter ihren ursprünglichen Namen agieren und auch wieder ihre Liegenschaften ohne Einschränkungen nutzen.

Leider hatte das gewaltige Jahrhundert-Hochwasser im Jahr 1946 dem Haus sehr zugesetzt, zwei Meter hoch stand es damals unter Wasser. Dennoch bot es, immer wieder renoviert, noch viele weitere Jahre dem KKM eine Bleibe.

Bootshaus ab den 60er Jahren

1962 bis 1964 entstand anstelle des alten Holz-Bootshauses ein Neubau in Massivbauweise für die damals 60 Mitglieder.

21. September 1963 Richtfest!

geschichte bootshaus1963


Hier ein Foto des Hauses im Jahre 1998

geschichte bootshaus1998

Bootshausanbau und Renovierung ab 2003

Aber mit ansteigender Mitgliederzahl wurden auch der Platzbedarf und der Anspruch an ein zweckmäßiges Vereinsheim immer größer, so dass im Herbst 2002 beschlossen wurde, weitere Bootsboxen und zusätzliche Räumlichkeiten in einem neuen Anbau zu schaffen.

Bis der letzte Stein verlegt und die letzte Schraube eingedreht war, vergingen rund viereinhalb Jahre. Am 4. August 2007 war es dann soweit, der KKM konnte sein neues erweitertes Vereinsheim zünftig mit über 200 Mitgliedern und Gästen einweihen, verbunden mit dem 80jährigen Bestehen. Bis es allerdings soweit war, wurden über 10.000 Stunden Eigenleistung erbracht, die Nutzfläche des Hauses verdreifacht und der Altbau komplett saniert. Neue zeitgemäße Sanitärräume waren entstanden, ebenso weitere Räume für Jugend, Bootslagerung, Bootsreparatur und ein großer Mehrzweckraum (u.a. auch für Versammlungen) für die inzwischen 221 Mitglieder.

Highlights im Vereinsleben der letzten 20 Jahre

Seit Jahren schon besteht unser Vereinsleben nicht alleine aus vereinsinternen Fahrten und Veranstaltungen wie der „Weserberglandrallye“ und der Mitausrichtung des „Blauen Bandes der Weser“, sondern auch aus der Übernahme sozialer Aufgaben in Zusammenarbeit mit der Stadt Minden, dem Kreissportbund Minden-Lübbecke, der Lebenshilfe und dem Verein „Leben mit Demenz – Alzheimergesellschaft Kreis Minden-Lübbecke e.V.

Und nicht zu vergessen das jährliche Kanu-Aktiv-Wochenende in der Lüneburger Heide für jeden, der mitmachen will, vor allem für Familien, seit 20 Jahren ein fester Bestandteil des jährlichen Veranstaltungsplanes.

Besonders erwähnenswert sind außerdem die vom KKM organisierten Kanutouren für Menschen mit Demenz. Diese wurden bereits zum vierten Mal in Folge vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) in Zusammenarbeit mit den Volksbanken  Raiffeisenbanken mit dem kleinen bronzenen Stern des Sports (3. Platz) auf Kreisebene für das beispielhafte gesellschaftliche Engagement ausgezeichnet.